Netbook blitzschnell booten mit xPUD 0.9

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xPUD auf dem Asus EeePC 1000H

xPUD auf dem Asus EeePC 1000H (Bild: lmd)

Einen großen Sprung nach vorn hat die Mini-Linux-Distribution xPUD mit Veröffentlichung der neuen Version 0.9 geschafft. Das Mini-Linux lässt sich innerhalb weniger Sekunden booten und stellt dann eine Oberfläche zum Surfen, Musik- oder Videoabspielen oder Bilder ansehen zur Verfügung. In der letzten Version, die wir auch in PC-Welt Linux 4/09 vorgestellt haben, waren noch viele der enthaltenen Buttons ohne Funktion. Die neue Ausgabe allerdings bringt nun verbesserte Unterstützung für Netbooks und viele neue Funktionen mit. Grund genug, das neue xPUD auf meinem Asus EeePC 1000H zu testen.

Speziell angepasste Unetbootin-Version für xPUD

Speziell angepasste Unetbootin-Version für xPUD

Am Praktischsten finde ich für solche Zwecke den Live-Start von einer SD-Karte, die vollständig im EeePC verschwindet und so bequem drin bleiben kann. Für den Test habe ich unter Ubuntu die auf der xPUD-Website angebotene speziell angepasste Version von Unetbootin auf den Desktop heruntergeladen, die SD-Karte in den Kartenleser eingesteckt und Unetbootin per Doppelklick aufgerufen. Nach der Eingabe des Benutzerpassworts startet die Unetbootin-Oberfläche. Im Prinzip sind hier keine Eingaben nötig, man sollte allerdings den Eintrag bei „Laufwerk“ prüfen, um nicht versehentlich die falsche Partition oder den falschen Stick zu überschreiben. Mit einem Klick auf „OK“ lädt Unetbootin die aktuelle xPUD-Version herunter und installiert sie auf der SD-Karte.
Die Unetbootin-Version gibt es auch für Windows.

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Jetzt noch die SD-Karte ins Netbook stecken, und den kleinen Rechner davon booten. Ein vorgeschalteter Dialog bietet nun zunächst eine Sprachauswahl an, wenige Sekunden später ist das System bereits geladen und auch die Netbook-spezifische Bildschirmauflösung von 1024 x 600 klappt sofort. Praktisch: Die verbleibende Batterielaufzeit kann ich im Reiter „Start“ sehen.

Mit Version 0.9 hat xPUD einen riesigen Schritt in der Entwicklung geschafft (Bild: xpud.org)

Mit Version 0.9 hat xPUD einen riesigen Schritt in der Entwicklung geschafft (Bild: xpud.org)

Während mir bei der letzten Version sogar die Internetverbindung per Netzwerkkabel versagt blieb, versuchte ich diesmal gleich die Einrichtung des WPA-verschlüsselten WLANs. Auf der Startseite bietet sich dafür der Button „Wifi“ an, der die erkannten WLANs (das ist doch schon mal was) zum Verbinden anbietet. Anschließend fragt ein Dialog nach dem Passwort fürs WLAN. Allerdings bleibt es dann bei der vielversprechenden Anzeige „Connecting“, eine Verbindung kommt auf diese Weise nicht zustande. Bei Gelegenheit werde ich mal die zusätzlich verfügbaren Treiber ausprobieren oder nach anderen Lösungswegen suchen.

Bleibt die Verbindung via LAN, also Kabel angesteckt und unter „Einstellung“ „Ethernet“ ausgewählt. Nach dem Aktivieren der  Option „DHCP“ und einem Klick auf „Connect“ verspricht der graue Button „Done“ den Erfolg und tatsächlich im Reiter „Start“ steht nun „Network: Online“. Im Reiter „Programme“ kann ich mit „Firefox“ nun also lossurfen.

Auch der Zugriff auf die auf der Festplatte gespeicherten Bilder gelingt mit dem Bildbetrachter im Reiter „Programme“ problemlos. Die vorhandenen Partitionen wurden automatisch unter /mnt eingebunden und sind auch im Reiter „Dateien“ einsehbar.

Um etwa Youtube-Videos abzuspielen, fehlt dem Firefox zunächst das passende Flash-Plugin. Die Lösung dieses Problems ist aber denkbar einfach: Unter „Einstellung, Opt-Get“ bietet xPUD das Adobe Flash-Plugin, Skype und Media-Codecs zur Installation an. Ein Klick auf jeweils „Install“ reicht. Nach einem Firefox-Neustart spielt dieser dann auch Youtube-Videos ab.

Allerdings lassen sich die Funktionstasten des EeePC 1000H mit xPUD nicht nutzen, etwa zum Regulieren der Lautstärke. Hier dürfte noch ein bißchen Bastelarbeit gefragt sein.

Fazit: Wer eines der meist mit Windows XP ausgelieferten Netbooks wie den Asus EeePC 1000H besitzt, hat mit xPUD eine blitzschnell verfügbare, sichere Linux-Surfumgebung parat.

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9 Gedanken zu „Netbook blitzschnell booten mit xPUD 0.9

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  2. Frank.S.

    Mir hat xpud auch sehr gut gefallen,
    nur – ich habe ein Problem beim starten. Mir gelingt es nicht ausschließlich den Browser-Modus zu starten. Dabei „rammelt“ der PC wie wild auf meinem LW-A herum und meckert das eine Datei fehlen würde. Als Haupt-System läuft xp. Unter xp habe ich es auch wie beschreiben installiert – Schade. Kann eigentlich nur eine Zuweisung sein die hier nicht stimmt. Wo die steht konnte ich jedoch noch nicht ausfindig machen. Ansonsten bin ich sehr positiv überrascht. Wenn man mal nur kurz in´s WEB will eine Super Lösung. Manche Laptops liefern solche Minisysteme schon mit. ASUS ist da schon dabei.

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  3. Liane M. Dubowy

    Ganz so schlank wie xPUD ist mir bislang noch nichts untergekommen. Aber ich teste immer mal wieder Live-Systeme von der SD-Karte (auf dem EEE PC 1000H), die laufen auch ausgezeichnet und bieten dazu noch einiges mehr. Zum Booten brauchen die allerdings deutlich länger..

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  4. Konstantin

    Hi,

    also ich teste gerade xPUD. Ist an sich nicht schlecht und startet wirklich schnell. Was mich stört und ich bisher an meinem ASUS eeePC 1101h nicht beheben konnte ist, dass bei mir die Auflösung 1024×768 voreingestellt ist und auch nicht geändert werden kann. Dadurch wirkt das Bild doch verzerrt. Die EeePC spezifischen Tasten „Fn“ funktionieren mit der aktuellen Version von xPUD hervorragend (zumindest die Lautstärkeregelung). Schade finde ich, dass das Scrollen mit 2 Fingern nicht funktioniert (wischen).

    Habt ihr den sonst alternative Betriebssysteme mit ähnlicher abgespeckter Ausstattung?

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